Lernen im Ganztag

Arbeitsbereiche von Erzieher*innen

Als gebundene Ganztagsschule unterscheidet sich der Ganztagsbetrieb an unserer Schule deutlich von einem offenen Betrieb, denn es bedeutet, dass alle Schüler*innen verpflichtend von 8 bis 16 Uhr an ganztägigen Angeboten der Schule teilnehmen. Erzieher*innen begleiten die Schüler*innen durch den Tag und verbringen in der Regel viel Zeit mit ihrer Klasse. Oft bauen sie ein enges Vertrauensverhältnis zu den Kindern auf:

  • Begrüßung am Morgen (7:50 Uhr)
  • Begleitung im Unterricht
  • soziales Lernen mit „Lubo aus dem All“ und „PeP“
  • gemeinsames Mittagessen
  • Gestaltung von Angeboten im Mittags- und Freizeitband
  • Betreuung in der unterrichtsergänzenden Zeit (Freizeit)
  • Leitung und Betreuung von AGs
  • Verabschiedung am Schulende (16:15 Uhr)

Darüber hinaus arbeiten Erzieher*innen im Bereich Sprachförderung, basale Förderung, Bewegung und Gesundheitsförderung sowie Integration. Sie betreuen Schüler*innen im Schülerparlament, leiten Expertenkurse, kümmern sich um die Früh- und Spätbetreuung und um die Elternarbeit. Erzieher*innen erleben die Kinder in den unterschiedlichsten Situationen und haben dadurch einen umfassenden Blick auf das Kind.

Klassenteams

Alle Klassen werden von einer/einem Lehrer*in und einer/einem Erzieher*in gleichberechtigt geleitet (Tandem). Die Aufgabenbereiche sind dabei klar voneinander unterschieden: Unterrichtsvorbereitung und -durchführung sind Lehrersache, die Ausgestaltung der unterrichtsergänzenden Zeit (Freizeit) obliegt der/dem Erzieher*in (siehe Mindmap). Verstärkt werden Tandems durch Schulhelfer*innen, pädagogische Unterrichtshilfen, Facherzieher*innen für Integrationsarbeit und Schulsozialarbeiter*innen.

Förderung und Integration

In den letzten Jahren mussten wir feststellen, dass immer mehr Kinder eingeschult werden, deren basale Fähigkeiten gefördert werden müssen (Schuhe binden, mit der Schere schneiden, Papier falten, den Stift halten, ein gutes Körpergefühl entwickeln usw.). Andere Kinder haben Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren und zu lernen oder weisen erhebliche Verhaltensauffälligkeiten im emotional-sozialem Bereich auf. Diese Kinder unterstützen wir mit passenden Angeboten.

Für alle Pädagog*innen bedeutet dies konkret: Kinder müssen genau beobachtet, aussagekräftige Förderpläne mit individuellen Zielkriterien erarbeitet, sensible Elterngespräche geführt und generell viel, viel Unterstützung geleistet werden. Hilfe bekommen die Klassenteams dabei von Facherzieher*innen für Integrationsarbeit und dem SIBUZ. Bei der Beantragung eines Integrationsstatus wird genauestens abgewogen, ob eine Maßnahme notwendig ist.

Seit einigen Jahren wird das Facherzieherteam schrittweise aufgestockt. Vielen Kindern mit erhöhtem Förderbedarf konnte so geholfen werden, ihre sozialen Kompetenzen auszubauen und sich individuellen Entwicklungsherausforderungen zu stellen.

Förderangebote

Mit der Klasse „Fit für die Schule“ erleichtern wir Kindern den Übergang von der Kita zu Grundschule und schaffen einen geschützten Rahmen für das Lernen. Weiterlesen …

Einige Kinder verfügen bei ihrer Einschulung noch nicht über altersgemäße Fähigkeiten in Wortschatz, Grammatik oder beim Erzählen und Verstehen von Geschichten. Das erschwert ihnen den Schulbeginn und das schulische Lernen erheblich. Mit dem Sprachförderkonzept „Deutsch für den Schulstart“ unterstützen Erzieher*innen in der 1. bis 2. Klasse das Lernpotential dieser Kinder und fördern gezielt ihre sprachliche Entwicklung.

Schulhelferinnen helfen Kindern mit gesundheitlichen Einschränkungen.

Schüler*innen mit eingeschränkter geistiger Entwicklung (GE-Status) werden in Kleinstgruppen unterrichtet, um in einem ruhigen Umfeld alltägliche Strukturen und Lerninhalte zu erarbeiten.

Pädagogische Unterrichtshilfen unterstützen Schüler*innen mit erhöhtem Förderbedarf im Bereich Lernen, ADHS oder anderem auffälligen Verhalten beim Lernen in der Klasse oder situationsabhängig auch allein.

Schüler*innen mit erheblichen Auffälligkeiten im emotional-sozialem Bereich benötigen darüber hinaus zeitweise Auszeiten vom Klassenverband und von Unterrichtsabläufen. Diese Kinder betreuen Sozialarbeiter*innen in der sozialen Gruppe. Weiterlesen …

Kein Kind wird stigmatisiert!

Kommt ein Kind in eine Lernförderung oder in die soziale Gruppe, merkt es schnell dass es „anders“ ist als alle anderen und spezielle Unterstützung bedarf. Schließlich wird es mit „seinesgleichen“ separiert. Umso wichtiger ist es, ein positives Lernumfeld zu schaffen und Etikettierungen und Schubladendenken zu vermeiden. Unser Fokus liegt deshalb auf den Ressourcen des Kindes und auf der Erhaltung und Förderung seiner Stärken, Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Soziales Lernen

Einmal wöchentlich findet in allen Klassen ein Training zum sozialen Lernen statt mit dem Ziel, eine gemeinsame Linie im sozialen Miteinander zu haben. Dabei steht die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes und die Gruppenentwicklung als Grundlage gemeinsamen Lernens, Spielens und Lebens im Vordergrund. Trainiert wird mit den Programmen „Lubo aus dem All“ (Klasse 1 und 2) und „PuP – Paul und Paula“ (Klassen 3 bis 6). Themen wie Gefühle, Konfliktbewältigung, Mobbing, Ängste und Süchte werden besprochen und mit positiven Handlungsstrategien verknüpft und erprobt. Seit 2019 wurde zusätzlich eine wöchentliche Klassenratsstunde eingeführt.

Streitschlichter

Seit vielen Jahren werden an unserer Schule Streitschlicher ausgebildet. Streitschlicher erlernen verschiedene Strategien zur Lösung von Streitigkeiten. Trainiert werden sie ein Mal pro Woche in einem Expertenkurs. Weiterlesen …

Mittagspause und Mittagsband

Eine ausgewogene Verteilung des Unterrichts auf den Vor- und Nachmittag sowie längere (Bewegungs-)Pausen mit wechselnden Phasen der Anspannung und Entspannung sind an einer Ganztagsschule Pflicht. Um eine bessere Rhythmisierung des Schulalltags zu erreichen wurde Anfang 2019 das Mittagsband mit täglich zwei Doppelstunden eingeführt. In dieser Zeit gehen die Kinder Mittagessen und haben davor bzw. danach eine großzügige Mittagspause.

Einmal in der Woche besuchen sie ein offenes Angebot, welches von Facherzieher*innen, Auszubildenden und Honorarkräften angeleitet wird (Hör- und Leseangebote, Basteln, Handarbeiten, Jonglieren, Interaktions- und Bewegunsspiele und vieles mehr). Im Mittagsband entscheiden die Kinder selbst, welche Angebote sie wahrnehmen möchten. Hier können sie Freunde aus anderen Klassen treffen und sich miteinander austauschen.

Unterrichtergänzende Zeit (Freizeit)

Die unterrichtsergänzende Zeit (UeZ) findet im Klassenverband statt. Die Inhalte orientieren sich konsequent an den Bedürfnissen und Interessen der Kinder und greifen auch Themen aus dem Unterricht auf:

  • basale, motorische und kreative Angebote
  • Ausflüge und Exkursionen
  • längerfristige Projekte ab Klasse 3 (Theaterspiel, Gärtnern, Schwimmen)

Für die UeZ-Stunden nutzen wir drei Freizeiträume (Toberaum, Bauspielraum, Atelier), die Schulbibiothek und den Club im Vorderhaus. Zwei Schulhöfe, ein Sportplatz und verschiedene Fahrzeuge bieten Raum für Bewegungs- und Koordinationsspiele. Die Anzahl der UeZ-Stunden ist abhängig von der Klassenstufe. In den unteren Klassen sind das 9 bis 11, in den oberen Klassen nur 4 bis 2 Stunden in der Woche.

Arbeitsgemeinschaften und Freizeitband

Jeden Dienstag (Klassen 4 bis 6) und Mittwoch (Klassen 1 bis 3) bieten Erzieher*innen, Lehrer*innen und außerschulische Honorarkräfte in den letzten beiden Schulstunden ein vielfältiges Angebot an Arbeitsgemeinschaften an. Der Besuch einer AG ist für das ganze Schuljahr verbindlich. Kurz vor den Sommerferien finden an zwei Nachmittagen AG-Präsentationen in der Aula statt. Hier können die Kinder zeigen, was sie gemacht haben (Bühnenauftritt, Beamerpräsentation, Plakat, kleiner Workshop) und sich über die Inhalte anderer AGs informieren. Weiterlesen …

Für die 1. und 2. Klassen bietet das Erzieherteam zusätzlich jeden Donnerstag ein offenes Angebot im Rahmen des Freizeitbandes an. Weiterlesen …

Kooperationspartner

Das Lernen an anderen Orten und die Einbeziehung von außerschulischen Partnern sind im ganzheitlichen Konzept der Schule fest verankert. Langfristige Partner unserer Schule sind zum Beispiel:

  • Kinderfreizeiteinrichtung Frisbee
  • Schul- und Umweltzentrum Mitte (Gartenarbeitsschule)
  • app2music an Schulen der Initiative „Kultur macht stark“
  • Theater Morgenstern und Theater 28
  • Sportklub Rapide Berlin e. V.
  • Bibliothek am Luisenbad

Hier geht es zu unseren Partnern.

Ferienbetreuung

Unser Ferienprogramm ist breit gefächert und abwechslungsreich:

  • Ausflüge (Museum, Filmpark Babelsberg, Schwimmbad)
  • kleine Projekte und thematische Workshops (Streitschichter, Musik, Theaterspiel, gesunde Ernährung)

Unsere Kooperationsschule für die Ferienbetreuung und die Notbetreuung an Studientagen ist die nahegelegene Gustav-Falke-Grundschule. Informationen zur Anmeldung gibt es im Eltern-ABC: Ferienbetreuung.