Deutsch

Da unsere Schüler aus vielen verschiedenen Nationen kommen, wächst ein Großteil von ihnen mehrsprachig auf. Um diese Kinder zu unterstützen, erhalten sie von uns eine spezielle Sprachförderung nach dem Sprachförderkonzept „Deutsch für den Schulstart“. Das kindgemäße Konzept basiert auf fundierten Erkenntnissen der angewandten Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik. Es erfolgen regelmäßige Sprachstandserhebungen.
Durch die individuelle Sprachförderung erleichern wir den Kindern den Start in die Schulzeit und fördern gezielt ihre sprachliche Entwicklung.
Einige Kollegen haben sich dazu entschieden, in den Jahrgängen 1 bis 3 mit den „Lernwegen“ zu arbeiten. Bei dieser Unterrichtsform können die Schüler ihren Lernprozess individuell mitgestalten. Sie erhalten einen Lernplaner, der sich an den Kompetenzen des Rahmenlehrplans orientiert und Rituale zum Austausch über Lernprozesse und Verfahren zur Selbsteinschätzung und Dokumentation der individuellen Lernentwicklung bietet. Die Lernwege werden in Deutsch in den Lernweg Lesen und den Lernweg (Recht-)Schreiben aufgeteilt. Die Differenzierung entsteht durch die Lerngeschwindigkeit des einzelnen Kindes und die Anzahl der Übungsformate.
In den Jahrgängen 4 bis 6 folgen wir der Leitidee „von der Sache zur Sprache“. Anhand verschiedener Sachthemen, die zum Teil fächerübergreifend mit Sachkunde, Naturwissenschaften, Geschichte und Erdkunde sind, erarbeiten wir einen Übungswortschatz. Zu diesen Sachthemen haben die Kollegen verschiedene differenzierte Üungsmaterialien erstellt. Thematisch am Sachthema orientiert, festigen die Schüler grammatisches Fachwissen und Rechtschreibschwerpunkte.
Zu jedem Thema gibt es immer auch eine umfangreiche Lesekiste.

Spätestens im 4. Jahrgang führen wir die „Schreibzeit nach Beate Leßmann“ ein. Hier lernen die Schüler nicht nur eigene Texte zu schreiben, sondern sie auch zunehmend selbständig (allein oder in Schreibkonferenzen) anhand verschiedener Kriterien zu überarbeiten. Diese können der Textart entsprechen. Aber auch die Überarbeitung der eigenen Rechtschreibung wird anhand von Kriterien und Hilfsmitteln gelernt.
Um bei der Definition der individuellen Rechtschreibschwerpunkte besser auf die Fähigkeiten der Kinder eingehen zu gehen, machen wir bis zum 4. Jahrgang mindestens einmal jährlich die Hamburger Schreibprobe. Sie dient der Erfassung des orthographischen Strukturwissens und der grundlegenden Rechtschreibstrategien der einzelnen Schüler.
Um den Schülern unserer Schule Freude am Lesen zu verschaffen, findet zusätzlich zum regulären Deutschunterricht einmal jährlich zum bundesweiten Vorlesetag unser ganztägiges Lesefest statt. Dies wird stets von unseren Lesepaten vorbereitet. Außerdem unterstützen diese ganzjährig einige Klassen, lesen mit Kindern zusammen, lesen ihnen vor oder begleiten sie in die Schulbücherei unserer Schule. Hier können sich die Kinder in den Hofpausen Bücher ausleihen oder einfach nur zum Lesen verweilen.
Der 4. und 5. Jahrgang nimmt seit Jahren an der Aktion der Stiftung Lesen „Ich schenk dir eine Geschichte“ teil. Außerdem findet im 6. Jahrgang jährlich der klasseninterne und schulinterne Lesewettbewerb statt. Der Sieger unserer Schule nimmt am regionalen Lesewettbewerb teil.